Spezialisierungsprogramm

Spezialisiertes Vertiefungsprogramm für Pflegefachkräfte (spezi V) - innovatives, praxisorientiertes Fortbildungsangebot

Mit dem Programm „speziV“ – dem spezialisierten Vertiefungsprogramm – bietet die Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem Pflegefachkräften eine praxisnahe Möglichkeit, ihre Kenntnisse gezielt zu erweitern und den Übergang von der Ausbildung in den Berufsalltag optimal zu gestalten. Die generalistische Pflegeausbildung vermittelt ein breites Wissensspektrum und eröffnet vielfältige berufliche Möglichkeiten. Gleichzeitig zeigt sich, dass die große inhaltliche Breite der Ausbildung dazu führen kann, dass in einzelnen Fachgebieten spezifische Vertiefungen fehlen. Hier setzt „spezi-V“ an: Das Programm fördert gezielt die Spezialisierung, vertieft klinisch relevantes Wissen und schafft Raum für persönliches Wachstum und berufliche Orientierung.

Zentrale Zielsetzungen sind

  • Sicherung der Versorgungsqualität durch spezialisierte und praxisnahe Qualifizierung
  • Senkung der Fluktuationsrate durch strukturierte Begleitung und kollegialen Austausch
  • Förderung von Vernetzung und Teamarbeit über Stationsgrenzen hinweg
  • Stärkung der Mitarbeiterbindung durch individuelle Entwicklungsgespräche und Perspektivenplanung

Das sechsmonatige Programm kombiniert praxisnahe Lerneinheiten, theoretische Vertiefungen und individuelle Begleitung. Es beginnt mit einer intensiven Einführungsphase, in der die Teilnehmenden die Abläufe in der klinischen Praxis kennenlernen und erste Sicherheit im Arbeitsumfeld gewinnen. Im weiteren Verlauf folgen Trainings, die sich mit verschiedenen Schwerpunkten des Fachgebietes befassen – von typischen Krankheitsbildern über spezielle Pflegesituationen bis hin zu klinischen Abläufen und Kommunikation im interdisziplinären Team.

Am Ende des Programms findet eine Entwicklungsrunde statt. Dabei werden persönliche Karriereziele, Spezialisierungsinteressen und mögliche Fort- und Weiterbildungen innerhalb der MUL - CT besprochen. So wird „speziV“ zu einem wichtigen Bestandteil der Personalentwicklung und langfristigen Mitarbeiterbindung. Ein besonderer Mehrwert des Programms liegt im stationsübergreifenden Austausch. Die Teilnehmenden lernen voneinander, teilen Erfahrungen und entwickeln gemeinsam Lösungsansätze für Herausforderungen des Pflegealltags.

Dieser kollegiale Austausch stärkt nicht nur das Fachwissen, sondern fördert auch das Verständnis für die unterschiedlichen Bereiche der Medizin und trägt zu einer vernetzten, ganzheitlichen Pflegepraxis bei. Zudem ist das Programm auch für Pflegekräfte geöffnet, die aus anderen Versorgungsbereichen – etwa der ambulanten oder Langzeitpflege – in das klinische Setting wechseln möchten. Interessierte Pflegekräfte aus bestehenden Teams können an ausgewählten Thementagen teilnehmen und ihr Wissen gezielt auffrischen oder erweitern.

Ansprechpersonen

Susanne Knie
Bildungsexpertin in der Erwachsenenbildung; M.A. Schwerpunkt Management von Sozial- und Gesundheitseinrichtungen
Marleen Fietze
Dipl.-Medizinpädagogin
Dipl.-Medizinpädagogin Grit von der Krone
Leiterin Medizinisches Schulzentrum - Operativer Betrieb