Hier geht was im Land! Die ersten Studis sind nun da!













Die ersten Studis sind nun da! Das war die festliche Immatrikulationsfeier im vollen Staatstheater
Der Ministerpräsident Brandenburgs, Dr. Dietmar Woidke, die Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle und in Vertretung für den erkrankten Gesundheitsminister Wilke der Staatssekretär Wagner gaben sich die Ehre.
Der Lausitzbeauftragte des Ministerpräsidenten Dr. Klaus Freytag und die erste Bürgermeisterin Doreen Mohaupt selbstverständlich auch. Es kamen so viele weitere Menschen aus Politik, Wissenschaft, aus der Selbstverwaltung, Institutionen … und natürlich unsere neuen Studis mit ihren Eltern, Großeltern, Geschwistern oder Freunden.
Die 38 „Erstis“ erlebten ein zweistündiges Willkommen der Extraklasse. An dem Morgen wurde Geschichte geschrieben – es war das Ereignis, auf das viele Menschen an der MUL – CT lange hingearbeitet haben. Nur zwei Jahre nach der Gründung der Universität beginnt damit der Modellstudiengang Humanmedizin – und aus intensiven Vorbereitungen wird gelebtes Studium.
Ein Festakt mit starken Botschaften
Durch das Programm führte Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Gründungsvorständin Wissenschaft und verantwortlich für den Aufbau von Forschung und Lehre. Den Auftakt machte unser Gastgeber, Intendant des Staatstheaters Cottbus, Schneider, gefolgt von der Weltpremiere des neuen Imagefilms der MUL – CT.
Eine spannende, mal ganz andere Perspektive, denn die Zuschauer werden mitgenommen und schauen aus der Zukunft auf diesen besonderen Moment der Immatrikulation zurück: auf einen Klinikalltag im Aufbruch. Er vermittelt, was passierte, als Menschen mit einer gemeinsamen Vision loslegten, was sich in der Klinik tat und was die Vorbereitungen für den Start des Medizinstudiums bedeuteten.
Eine Geschichte, über unser Heute – es ist das, was wir gerade gemeinsam erleben. Bewegte und bewegende Bilder mit Nebenwirkungen: Gänsehaut, Ergriffenheit, Stolz und Begeisterung!
Wer sich den Imagefilm ansehen möchte, findet ihn hier: https://www.youtube.com/watch?v=WvmqpzpGQ78&feature=youtu.be
„Mit Energie kennen wir uns hier aus“
Demütige, wertschätzende – aber auch humorvolle Worte fand anschließend der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel: „Große Veränderungen brauchen Mut, Vorstellungskraft und die Bereitschaft, gemeinsam Großes zu wagen“, leitete er seine Rede ein.
Hinter diesem Meilenstein stehen intensive Vorbereitungen, wichtige Entscheidungen und das Engagement vieler Menschen. Entsprechend dankbar zeigte er sich gegenüber allen, die dieses gewaltige Projekt von Beginn an bis heute mitgestaltet haben.
Für den weiteren Weg brauche es noch viel Kraft, Ausdauer und Energie, fuhr er fort – „Und wenn es einen Ort gibt, an dem man weiß, was Energie bewegen kann, dann ist das Cottbus“, scherzte er und hielt einen ihm einst geschenkten FCE-Schal in die Höhe. „Und diese Energie wollen wir nutzen!“
Es folgte ein kurzweiliges Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Forschung und Lehre. Frau Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey stellte Geschäftsbereichsleiterin Studium und Lehre Dr. Asja Maaz, Studiendekan Prof. Dr. Michael Herzog, Medizinsoziologe Prof. Dr. Beller und Assistenzärztin und junge Kollegin Viviana Gomez aus dem SPZ pointierte Fragen. Sie gaben interessante Einblicke in unterschiedliche Perspektiven auf den Studienstart und den Aufbau der neuen medizinischen Ausbildung und machten Lust auf mehr.
Auch Pascal Lemmer, Medizinstudent an der Charité und Präsident der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland, machte den neuen MUL-Mitgliedern auf der Bühne bewusst, welches besondere Privileg es eigentlich ist, zu den Ersten einer neu gegründeten Universität zu gehören: „Weil ihr die Ersten seid, werdet ihr den Satz ‚Das haben wir hier schon immer so gemacht‘ hier nicht hören.“ Er motivierte dazu, mitzugestalten und sich der großen Chance bewusst zu werden, die hier an der MUL – CT eröffnet werden.
Im Mittelpunkt: die Studierenden
Drei Stimmen, drei Geschichten, ein gemeinsamer Anfang: Zwei Studenten und eine Studentin aus dem ersten Jahrgang traten mutig ans Pult und erzählten von ihrer Vorfreude und davon, warum sie sich für ein Studium an der MUL – CT entschieden haben. Die Beweggründe? So unterschiedlich wie die Menschen selbst!
Eliah Nier begeisterte sich für Wissenschaft, neue Erkenntnisse und den Wunsch, anderen Menschen zu helfen. Bei Jördis Drescher schien die Berufung zur Ärztin schon früh festzustehen – schließlich wurden bereits in Kindertagen die eigenen Kuscheltiere liebevoll versorgt. Und Justus Gutsche? Der nahm es mit Humor und verriet seinen augenzwinkernden Plan B: Weil es mit der Profi-Fußballkarriere nicht geklappt hat, sollte es eben die Medizin sein. Dass dieser Weg durchaus nahelag, zeigt sein bisheriger Werdegang: Er entschied sich zunächst für eine Lehre in der Pflege noch vor Uni-Zeiten am damaligen Carl-Thiem-Klinikum. Als 2023 die Entscheidung fiel, die Medizinuni in Cottbus zu gründen, war für ihn klar, alles daranzusetzen, zu denen zu gehören, die einen der ersten Studienplätze bekommen!
Ein sonniger, rührender Empfang
Und dann wurde jeder der jungen Menschen, die nun zu uns gehören, auf die Bühne geholt. Der Vorhang auf der Bühne schnellte hoch und man schaute auf 38 Stühle, auf denen MUL – Rucksäcke platziert waren. Jeder Name wurde nun verlesen, einzeln kamen sie auf die Bühne, wurden mit persönlichen Worten im Wechsel von Dr. Asja Maaz und Dr. Jana Kube begrüßt. Jeder bekam eine Sonnenblume überreicht – ein strahlendgelber Gruß, der zur Stimmung und Laune passte. Und langsam baute sich das imposante Bild auf, bis alle 38 Studis sich dem Publikum als der erste Jahrgang Studierender präsentierten und mit den Sonnenblumen um die Wette strahlten.
Auch das Staatstheater Cottbus sorgte für die passende musikalische Begleitung. Doch wer ein Streichquartett erwartet hatte, wurde ein weiteres Mal überrascht: Statt sanfter Streicherklänge setzte eine Schlagzeuggruppe den passenden Rhythmus zu diesem besonderen Anlass.
Kaum da, schon in der Zeitung!
Nicht nur wir fieberten den ersten Begegnungen und Gesprächen mit unsren jungen angehenden Ärzten entgegen – auch die Presse meldete schon im Vorfeld an, mit den Studierenden sprechen zu wollen. Ob RBB, Niederlausitz Aktuell oder die Lausitzer Rundschau – alle waren auf der Suche nach persönlichen Eindrücken und den ersten Stimmen aus dem neuen Studiengang und der Student, der aus Cottbus kommt war genauso gefragt, wie andere aus dem Saarland, aus Sachsen, NRW oder dem Thüringen. Chapeau, wie gelassen sich alle dem Ansturm stellten.
Unsere 38 ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten blicken diesem Abenteuer voller Energie, Vorfreude und Tatendrang entgegen! Wir heißen sie willkommen und freuen uns auf die gemeinsamen Jahre und sind gespannt, was sie uns abringen werden. Zwei Jahre nach der Gründung beginnt für uns alle nun ein neues Kapitel. Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey formulierte prägnant: „Aus einer Vision wird Wirklichkeit“ und Herr Nagel fasste zusammen: „Hier geht was im Land!“.
