Verantwortung stärken, Strukturen schaffen, Versorgung vernetzen
Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem entwickelt ihre Versorgungsstrukturen weiter und geht in der Patientenversorgung neue Wege. Ein zentraler Bestandteil ist die Einführung der Primärpflege (Primary Nursing) als Ganzhausansatz. Ein Modell, das Pflegefachpersonen stärkt, Prozesse strukturiert und die Qualität im gesamten Versorgungssystem verbessert. Einen kurzen Einblick in das Konzept gibt unser aktuelles Social-Media-Reel – dort kommen Pflegefachpersonen direkt zu Wort: KLICKEN „Es geht darum, in der Organisation den Rahmen für eigenständiges Arbeiten im Team zu schaffen und dabei Prozesse auf das Versorgungsziel ausgerichtet zu strukturieren. Dezentrale interprofessionelle Führungsarbeit unterstützt die am Patientenbedarf und dem jeweiligen Versorgungsfall ausgerichtete Arbeit der Professionen und ermöglicht so unterschiedlichste Qualitätsentwicklungen; auch über die klinische Versorgung hinaus‘‘ beschreibt Pflegevorständin Andrea Stewig-Nitschke die Zielsetzung des Transformationsprozesses. Im Primärpflegemodell sind Pflegefachpersonen feste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Patientinnen und Patienten. Sie begleiten den gesamten klinischen Versorgungsprozess, kennen die individuellen Bedürfnisse und bauen Vertrauen auf, erkennen den Pflegebedarf und planen notwendige Maßnahmen im Pflege- und Versorgungsprozess. So übernehmen sie nicht nur fachliche Verantwortung, sondern gestalten die Versorgung aktiv. „Die Primärpflege legt dafür die Basis: für Eigenverantwortlichkeit, sinnstiftende Arbeit und eine verlässliche interprofessionelle Anschlussstelle für alle am Versorgungsprozess beteiligten Personen“, betont die Leitung des Team Primärpflege Isabel Kaczorek. Ein zentraler Vorteil des Modells ist die Vernetzung aller Berufsgruppen im Krankenhaus. Die Primärpflege fungiert als Schnittstelle zu Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten, Servicebereichen oder auch zum Sozialdienst. Durch direkte, kontinuierliche Kommunikation werden Übergänge aktiv gestaltet, Informationsverluste reduziert und Abläufe transparenter und steuerbar. Für Patientinnen und Patienten ergibt sich so eine sichere, koordinierte und qualitativ hochwertige Versorgung.